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Schulsanitäter am RSG  

Schulsanitätsdienst SSD

In diesem Schuljahr wurde am RSG als völlige Neuheit ein Schulsanitätsdienst eingeführt. Im Jahr 2005 erlitten bundesweit 1.415.432 Schüler einen anzeigepflichtigen Schulunfall, der eine ärztliche Versorgung notwendig machte, hiervon 574.455 im Sportunterricht und 377.614 in den Pausen. Bei einer Gesamtschülerzahl von 17.373.585 waren 8,15% aller Schüler betroffen. Angesichts dieser erschreckenden Zahl erscheint ein Schulsanitätsdienst, der fachgerecht bei Unfällen helfen kann durchaus sinnvoll.

Nachdem ein Schüler dieses Jahr von der Schule aus mit Herzproblemen ins Krankenhaus gebracht werden musste, stellte sich heraus, dass die meisten Lehrer mit solch einer Situation überfordert sind und sich nicht zu helfen wissen. Ein großes Problem hierbei ist, dass die meisten Lehrer zwar einen Erste-Hilfe-Kurs besucht haben, dies aber schon Jahre her ist. In einem Gespräch mit Frau Murmann kamen wir zu dem Schluss dass die beste Lösung für dieses Problem die Einführung eines Schulsanitätsdienstes wäre. Dieser Vorschlag wurde von der Schulleitung auch sofort unterstützt. Mit einer Gruppe von 7 Schülern und Frau Murmann als betreuende Lehrkraft fiel nach den Weihnachtsferien der Startschuss. Alle Mitglieder sind im Jugendrotkreuz engagiert und haben bereits mindestens einen Erste-Hilfe-Kurs. Zwei von uns besitzen zudem bereits eine Sanitätsausbildung. Durch unser Engagement im Roten Kreuz stehen wir ständig im Training und sind über die aktuellen Erste-Hilfe-Richtlinien stets informiert. Ein weiterer Vorteil hiervon ist, dass im Roten Kreuz die nötigen Ausbilder vorhanden sind und wir somit unsere Kompetenzen erweitern können, zum Beispiel durch eine Ausbildung in „Frühdefibrillation“.

Da im normalen Schulalltag allerdings meist andere Krankheitsbilder bzw. Unfälle passieren als auf der Straße, wurde ein spezieller Unterricht unumgänglich. Daher traf sich unsere Gruppe jeden Mittwoch um 13 Uhr zu Schulungen. Themen hierbei waren die grundlegende Anatomie des Menschen, Diagnostik, internistische Notfälle, chirurgische Notfälle und die Erstversorgung spezielle Krankheitsbilder in der Schule. Auch wurden Situationen durchgespielt und hinterher besprochen. Beispiele hierzu: „Ein Lehrer erleidet einen Herzinfarkt“, „Ein Schüler mit Diabetes hat einen Schock“ oder auch „Ein Schüler ist im Sportunterricht von der Sprossenwand gefallen und kann seine Beine nicht mehr bewegen“. Dies alles sind Situationen mit denen wir im Schulalltag durchaus konfrontiert werden könnten. Diese Schulungen wurden von mir als Leiter des SSD durchgeführt und sind allerdings keine völlig neuen Ausbildungen sondern nur eine Auffrischung des bereits bekannten und dienen als Vorbereitung auf mögliche Notfälle.

Nachwuchs für die Schulsanitäter sollen nach Möglichkeit interessierte Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse sein, die bereits einen Erste-Hilfe-Kurs besucht haben. Wer interessiert ist, möchte sich einfach bei Frau Murmann melden. Je mehr Schüler, desto besser!

In diesem Jahr konnte leider nur der Grundstein für den Schulsanitätsdienst gelegt werden. Auch fehlt uns noch die nötige Ausstattung um wirklich fachgerecht helfen zu können, aber wir hoffen im nächsten Schuljahr einen Notfallrucksack, sowie einen sogenannten halbautomatischen externen Defibrillator zu erhalten.

Da ich selbst dieses Jahr das RSG verlasse, gebe ich die Leitung des Schulsanitätsdienstes aus der Hand und wünsche dem SSD auf diesem Wege alles Gute für die Zukunft!  

Harry Schneider, K13
Leiter SSD 2007/2008

© 2008 Reichsstadt-Gymnasium, Dinkelsbühler Straße 5, 91541 Rothenburg o.d.Tauber